Dienstag, 23. Oktober 2012

Inszenierung à la Abercrombie & Fitch

Ist es nicht sonderbar, wenn ein amerikanischer Kleiderladen so legendär wird, dass die junge Generation in Europa darauf abfährt und deswegen nach New York pilgert, um dort etwa nur einen Huddie zu kaufen?

Aus Marketingsicht haben die Macher das Thema Inszenierung (Staging) auf die Spitze getrieben. Da gibt es keine Frage. Nur, von welcher Dauer ist ein derartiges Partykonzept in einer sich sehr schnell drehenden Partywelt? Wie rasch verbraucht sich ein solches Konzept? Wann ist genug genug?

Ich vermute, dass der Niedergang schneller kommt als der Aufbau und dass er sich schneller vollzieht als ein "gewöhnliche" Inszenierung. Angesagt ist, wenn man etwas noch entdecken kann. Wird etwas massentauglich und es gibt es an jeder Ecke zu sehen, dann wird das Konzept anfällig. Anfällig auf Misserfolg. Nichts verbreitet sich schneller als die Sage vom Niedergang.

So scheint es derzeit auch der Firma Abercrombie & Fitch zu gehen, die derzeit Geschichten produziert, die mehr den Verbrauch des Konzeptes anzeigen als der Weiterentwicklung dient. Exzentrik im Laden ja, nicht aber im Backoffice der Macher, die wirkt sehr rasch dekadent.

Aktueller Artikel in der Süddeutschen anlässlich der Eröffnung eines A&F-Stores in München.
Keine freundliche Begrüssung!
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